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BBZ "lebensart" e.V. Fachzentrum für geschlechtlich-sexuelle Identität

Beesener Straße 6
06110 Halle (Saale)

bbz@bbz-lebensart.de

Telefon: 0345-2023385

17. Mai: Internationaler Tag gegen Homosexuellen-, Bisexuellen-, Inter*- und Trans*-Feindlichkeit

Arbeitskreis Queer Halle veröffentlicht Video

Am 17. Mai 1990 strich die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus dem Katalog der Krankheiten/Störungen.
Zum seit 2005 am 17. Mai stattfindenden Internationalen Tag gegen Homophobie, Biphobie, Interphobie und Transphobie (IDAHOBIT) hatte der Arbeitskreis Queer Halle zu einer Foto-Aktion aufgerufen. In Kooperation mit dem Offenen Kanal Merseburg-Querfurt e.V. ist ein Video entstanden, mit dem wir für das Anliegen dieses Tages aufmerksam machen wollen.
Unsere Aktion soll ein öffentliches Zeichen für die Anerkennung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt sowie gegen Homosexuellen-, Bisexuellen-, Inter*- und Trans*-Feindlichkeit setzen!

Informationen zum IDAHOBIT Halle 2020

 

Große EU-Umfrage: Diskriminierung von LSBTI auf hohem Niveau

Am 14. Mai 2020 wurden die Ergebnisse der zweiten Umfrage der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) zu den Erfahrungen von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) in Europa vorgestellt. Mit 140 000 Befragten ist sie die bisher größte Erhebung, die sich mit Diskriminierung von LSBTI befasst. Da laut der Studie Angst, Gewalt und Diskriminierung nach wie vor weit verbreitet sind, bedarf es weiterer verschiedener Maßnahmen, um die Rechte und Akzeptanz von LSBTI zu stärken und deren Lebenssituation zu verbessern.
Zur Vorstellung der Studie erklärte der FRA-Direktor Michael O’Flaherty:
Aus Angst, verspottet, diskriminiert oder sogar angegriffen zu werden, verheimlichen nach wie vor sehr viele LGBTI-Personen ihre sexuelle Identität. Obwohl die Gleichstellung von LGBTI-Gruppen in einigen Ländern vorangebracht wurde, zeigt sich an unseren Umfrageergebnissen, dass insgesamt zu wenig wirkliche Fortschritte gemacht wurden und viele LGBTI-Personen nach wie vor benachteiligt sind. Schwierigkeiten am Arbeitsplatz und bei der medizinischen Versorgung könnten sich aufgrund von COVID-19 noch verschärfen. Politische Entscheidungsträger sollten dies ernst nehmen und sich aktiver dafür einsetzen, dass die Rechte von LGBTI-Personen in vollem Umfang respektiert werden“
Link zur FRA-Website    Ergebnisse in deutscher Sprache    Ergebnisse für Deutschland

 

Magazin des Paritätischen mit Schwerpunkt "Queer"

Das Magazin 3/2020 des Paritätischen Gesamtverbandes beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten zum breiten Thema "Queer".
Philipp Meinert  (Referent für Presse und Redaktion beim Paritätischen Gesamtverband) führt aus: "In dieser Ausgabe beschäftigen wir uns mit den Bedürfnissen queerer Menschen und queerer Arbeit beim Paritätischen. Es gibt Reportagen und Berichte über Schwule und Lesben mit Behinderung, queeres Leben im Alter und auf der Flucht und über Aufklärungsarbeit in ungewöhnlicher Form. Wir haben Interviews über Prävention, queere Bildung, die erste queere KiTa in Berlin. Wir sprachen mit Christel über das Trans-Coming Out ihres Mannes und mit Queen of Drags-Teilnehmerin Vava Vilde über ihre Arbeit als Aktivistin. Unsere Journalistin hat sich außerdem in einer traditionsreichen queeren Einrichtung in Rostock umgeschaut."
Das BBZ "lebensart" e.V. ist Mitglied im Paritätischen. Wir kooperieren als regionaler Akteur und queere Fachorganisation seit Jahren eng mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband.

 

Situation von LSBTIQ während der Corona-Pandemie

Die Fachhochschule Münster und die Berliner Charité haben zusammen eine Studie zur Situation von LSBTIQA* in Deutschland zur Zeit von Corona erstellt. Ein erstes Briefing enthält die wichtigsten kurzgefassten Ergebnisse der Studie ”Die Situation von Menschen in Deutschland während der Corona-Pandemie“ vorab für Beratungsstellen, Organisationen und Multiplikator*innen von und für LSBTIQ.

 

7. Kinder- und Jugendbericht Sachsen-Anhalt: Akuter Handlungsbedarf zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt

Für den 7. Kinder- und Jugendbericht Sachsen-Anhalt wurden im Jahr 2018 über 2.000 junge Menschen befragt und ein umfangreicher Bericht von der Landesregierung erstellt. Der Landesjugendhilfeausschusses hat dazu Stellung genommen und die Regierung darauf erwidert. Nun ist der Bericht mit allen Dokumenten online nachzulesen.
Zwei Prozent der befragten jungen Menschen gaben bei der Frage zum Geschlecht an, trans*, inter* oder queer* zu sein. Die sexuelle Orientierung der Befragten wurde nicht erhoben. 40 Prozent aller Befragten gab an, dass ihnen der Schutz der Rechte von LSBTIQ sehr wichtig und weiteren 29 Prozent eher wichtig ist.
11 Prozent (123 Personen!) der befragten Jugendlichen gaben an, dass sie sich aufgrund ihrer sexuellen Orientierung bzw. geschlechtlichen Identität benachteiligt gefühlt haben. 31 Prozent (9 Personen) der Jugendlichen, die angaben, trans*, inter* oder queer* zu sein, stuften ihre eigene Gesundheit als schlecht bzw. weniger gut ein. 30 Prozent der Befragten (9 Personen) der trans*, inter* bzw. queeren Jugendlichen waren selbst Opfer von Gewalt geworden.

Eine Erklärung des BBZ „lebensart“ e.V. zum Bericht findet sich hier.

 

MDR.DE über transgeschlechtliche Menschen in Halle und Angebote zur Beratung/Bildung

Denise Stell (Studentin Multimedia und Autorschaft) beginnt ihrem Gastbeitrag "Du outest dich bei jeder Person - Der Alltag transgeschlechtlicher Menschen in Halle“ im Internetangebot des Mitteldeutschen Rundfunk mit den Zeilen: „Bei Geburt wird ein Geschlecht zugeordnet - und das bestimmt eine Rolle im Leben. Für einige passt aber diese Zuordnung nicht. Deswegen müssen sie gegen Vorurteile und Diskriminierung kämpfen. Für MDR Sachsen-Anhalt hat sich Denise Stell mit Menschen in Halle getroffen, die täglich den gesellschaftlichen Widerstand erfahren, weil sie nicht im zugewiesenen Geschlecht leben.“
Ausführlich wird in dem Beitrag auch über die Angebote des BBZ „lebensart“ e.V. berichtet.

 

Robert-Koch-Institut: Größte gesundheitliche Bedrohung für LSBTIQ ist Diskriminierung

Das „Journal of Health Monitoring“ des Robert-Koch-Instituts veröffentlichte am 18.03.2020 den Beitrag „Die gesundheitliche Lage von lesbischen, schwulen, bisexuellen sowie trans- und intergeschlechtlichen Menschen“, für den internationale und deutsche Reviews, Metaanalysen und bevölkerungsbezogene Studien herangezogen wurden.
Zusammengefasst: Die gesundheitliche Situation von LSBTIQ ist immer noch enorm schwierig. So ist der riskante Konsum von legalen und illegalen Drogen sowie die Substanzabhängigkeit bei Lesben, Schwulen und bisexuellen Männern wesentlich höher als bei heterosexuellen Menschen. Psychische Krankheiten und Selbstmordversuche sind bei schwulen Männern viel häufiger. Bei trans- und intergeschlechtlichen Menschen sind die Ergebnisse der wenigen vorliegenden Daten erdrückend: 50% selbstverletzendes Verhalten, hohes Risiko für Depressionen und Suizide, über 50% Mobbing-Erfahrungen.
Die Autor*innen betonen: „Das Geschlecht beziehungsweise die sexuelle Orientierung selbst sind nicht ursächlich für höhere Prävalenzen von Depressivität und Suizidalität. Vielmehr sind mangelnde Akzeptanz, Diskriminierung und Gewalterfahrungen psychisch belastend und können zu Erkrankungen führen. Ein akzeptierendes und unterstützendes soziales Umfeld sowie die Verfügbarkeit von Peer-Beratungsstellen mit Informations-, Beratungs- und Vernetzungsangeboten können sich auf die Gesundheit von LSBTI-Personen förderlich auswirken. (...) Weiterhin gibt es viele Hinweise, dass die Gesundheitsversorgung noch nicht ausreichend an die Bedarfe von LSBTI-Personen angepasst ist und es häufig an Fachwissen und Sensibilisierung im Umgang mit LSBTI-spezifischen Gesundheitsthemen fehlt.“
Das BBZ „lebensart“ e.V. plant zum Thema eine Fachveranstaltung für Ende 2020.

 

Arbeitskreis Queer Halle legt Entwurf eines lokalen Aktionsplanes zur Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt vor

Die Stadt Halle (Saale) setzt sich seit Jahren aktiv für die Gleichstellung und Akzeptanz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen sowie queeren Menschen ein. Bisherige Bemühungen sowie Maßnahmen und Beschlüsse auf Bundes- und Landesebene haben jedoch nicht für das Ende von Homosexuellen-, Trans- und Interfeindlichkeit sowie von Diskriminierung gesorgt. Auf dem Weg dahin braucht es auf allen Ebenen kontinuierlich viele unterschiedliche Maßnahmen und Aktivitäten.
Der Arbeitskreis Queer Halle hat unter Federführung von Ants Kiel (BBZ „lebensart“ e.V., Landeskoordinator Sachsen-Anhalt Süd für LSBTI-Belange) für die Stadt Halle einen Aktionsplan zur Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt im Entwurf erarbeitet. Dieser soll am 15. April mit den Stadtratsfraktionen und der Stadtverwaltung (Einladung folgt) diskutiert werden. Ergänzungs- und Änderungsvorschläge bitte an: ants.kiel@bbz-lebensart.de

 

Schutz der sexuellen Identität ist Verfassungsrang in Sachsen-Anhalt!

Der Landtag von Sachsen-Anhalt hat am 28. Februar 2020 eine umfassende Parlamentsreform verabschiedet, die die Fraktionen CDU, DIE LINKE, SPD und GRÜNE auf den Weg gebracht hatten.
Der Artikel 7, Absatz 3 heißt nun: "Niemand darf aus Gründen des Geschlechts, der sexuellen Identität, der Abstammung oder wegen seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens oder seiner religiösen oder politischen Anschauungen oder aus rassistischen Gründen benachteiligt oder bevorzugt werden." Sachsen-Anhalt ist das sechste Bundesland, das den verfassungsmäßigen Schutz nicht-heterosexueller Menschen in die Landesverfassung aufgenommen hat. Bemerkenswert ist der Landtagsbeschluss auch, weil als Staatsziele Antifaschismus, Klima- und Tierschutz sowie gleiche Lebensverhältnisse in Stadt und Land in die Verfassung aufgenommen wurden.
Wir sagen: Der Landtagsbeschluss ist ein gewichtiger Anker für eine Gesellschaft, in der Diskriminierung auch in Bezug auf die geschlechtlich-sexuelle Identität geächtet ist! Er muss von ganz Vielen mit Leben gefüllt werden.
https://www.landtag.sachsen-anhalt.de/fileadmin/files/drs/wp7/drs/d5746vbe.pdf

 

Faschingsfeier im BBZ "lebensart" e.V.

Sonnabend, 29. Februar 2020 ab 19 Uhr
Unsere Jugendgruppe Queerulanten lädt zu einer bunten und für Jede*n offenen Faschingsfeier ein. Wer kostümiert erscheint, ist im Vorteil - es wird einen Kostümwettbewerb geben. Für Essen und Trinken ist gesorgt. Der Eintritt ist frei und Feierlustige aller Altersgruppen sowie geschlechtlich-sexueller Identitäten willkommen!

Foto: pixabay.com/de

 

Mitteldeutsche Zeitung über uns

"Toleranz ist Ants Kiel zu wenig. 'Anerkennung und Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt sind unsere Ziele', sagt der Pädagoge und schiebt hinterher: 'Die es immer schon gegeben hat.' Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt sind für ihn eben kein bloßes Trendthema. Der 54-Jährige hat vor bald 30 Jahren den Verein „lebensart“ in Halle mitbegründet."

So beginnt der Beitrag über unseren Verein, unsere Angebote und Erfahrungen, der in der Printausgabe des Saalekuriers der Mitteldeutschen Zeitung vom 03.02.2020 erschien.
MZ-Redakteur Denny Kleindienst hat sich bemüht, dass der Beitrag auch online verfügbar ist. Seit kurzem ist er nun auch im Internet zu lesen.
(Foto: Denny Kleindienst, Mitteldeutsche Zeitung)

 

To Live as Queer in South Korea - Vortrag & Essen mit Chaerin Yoo (Südkorea)

Freitag, 14. Februar 2020, 18:00 Uhr im BBZ "lebensart" e.V.
Chaerin Yoo wird in einem einleitenden Vortrag auf die Lebenssituation von queeren Menschen in Südkorea eingehen und mit einem Brettspiel die Teilnehmenden einbeziehen. Im Anschluss gibt es für alle ein koreanisches Essen. Eine Übersetzung aus der englischen in die deutsche Sprache ist möglich.
Chaerin Yoo studiert Pädagogik an der Sangmyung Universität in Seoul. Seit August 2019 absolvierte sie ein Austauschstudium an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig. Das BBZ „lebensart“ e.V. ermöglichte ihr im Rahmen eines Teilzeit-Praktikums Einblicke in die Arbeit eines queeren Zentrums in Deutschland. Sie wirkte in der Jugendgruppe Queerulanten mit und nahm rege an der Bildungsarbeit des BBZ „lebensart“ e.V. sowie beim CSD 2019 in Halle teil.
Der Eintritt und das Essen zur Veranstaltung sind kostenfrei.
(Foto: facebook.com/sqcforg)

 

Fachtag: Kinder- und Jugendhilfe & Schule verqueeren! Methodenwerkstatt zur sexuellen und geschlechtlichen Vielfalt

Donnerstag, 27.02.2020, 10 bis 17 Uhr, Otto-von-Guericke-Universität, Fakultät für Humanwissenschaften (Geb. 40), Zschokkestraße 32, 39104 Magdeburg
Sei es in der Kita, im Hort, in der Schule sowie im Sportverein, in der Jugendgruppe, oder in der offenen Jugendarbeit - überall werden Kinder- und Jugendliche damit konfrontiert, dass Heterosexualität und Zweigeschlechtlichkeit die Norm bilden. Davon abzuweichen kann bedeuten, mit Klischees konfrontiert zu werden und homo-, trans*- und inter*feindlichen Anfeindungen ausgesetzt zu sein. Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Erzieher*innen,  Pädagog*innen, Ehrenamtliche, Lehrer*innen und Sozialarbeiter*innen wollen oftmals lesbischen, schwulen, bisexuellen und trans*- und genderdiversen Kindern- und  Jugendlichen Unterstützung bieten –doch wie kann das gehen?
Der Fachtag soll Anstöße bzw. Impulse geben, wie Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe sich diesen Zielgruppen öffnen und sie, gewinnbringend für alle, unterstützen können. Neben einem Einführungsvortrag zu Beginn und einer Podiumsrunde am Ende werden vier Workshopphasen mit insgesamt 10 parallellaufenden 45-minütigen Workshops zu unterschiedlichen Themen angeboten.
Der Fachtag richtet sich an pädagogische Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, außerschulischen Jugendbildung, Hilfen für Erziehung, Sozialarbeiter*innen, Lehrer*innen und Interessierte.
Link zu weiteren Informationen und zur Anmeldung hier.

 

Starke Bilanz 2019 und Ausblick auf 2020

Rechtliche Regelungen in der Gleichstellung wie 2018 die Einführung des Geschlechtseintrages "divers" für intergeschlechtliche Menschen oder 2017 die Öffnung der Ehe für alle bedeuten längst nicht das Ende von Homosexuellen-, Trans- und Interfeindlichkeit sowie von Diskriminierung.
2019 war für das BBZ "lebensart" e.V. und sein Fachzentrum ein arbeits- und erfolgreiches Jahr im Engagement gegen Diskriminierung sowie für die Akzeptanz, Sichtbarkeit und Unterstützung von nicht-heterosexuellen sowie inter- und nicht-cisgeschlechtlichen Menschen.
Viele unserer Aktivitäten finden in einem geschützten Rahmen statt - sei es die vertrauliche Beratung, Veranstaltungen mit Schulklassen oder die Gruppen, welche sich bei uns treffen. Mit einer kurzen Bilanz (bitte hier anklicken) wollen wir einen Einblick in unsere vielfältige Arbeit geben.

 

„homo sum“ 4/2019: Interview mt einem katholischen Probst

In der neuen Ausgabe der „homo sum - Quartalsblatt für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt“ des BBZ „lebensart“ e.V. finden sich ein Beitrag eines Mitgliedes der Arbeitsgruppe "Queer + Glauben Halle (Saale)" und ein großes Interview mit Reinhard Hentschel, Propst der Katholischen Pfarrei St. Mauritius und St. Elisabeth in Halle (Saale). Rezepte für Regenbogen-Plätzchen, Aktuelles zur LeSBIT-Radiosendung und ein Queer-Guide für Sachsen-Anhalt runden das Heft ab.
Die Druckausgabe wird Ende des Jahres verteilt, online ist sie hier zu lesen.

 

Feiern vor Weihnachten und zu Silvester im BBZ "lebensart" e.V.

Weihnachtsfeier: Sonnabend, 14. Dezember 2019, ab 15 Uhr
Zu unserer traditionellen Weihnachtsfeier sind alle sind herzlich eingeladen. Die Gruppe Cross-Dreams-Halle gesellt sich an diesem Abend dazu. Es gibt Feuerzangenbowle, leckere Plätzchen und ein gemeinsames Weihnachtssingen.
Stammtisch Polyamorie am 19. Dezember mit Weihnachtsplätzchen-Bäckerei
Beim Treffen Stammtisches Polyamorie am 19.12.2019, ab 19 Uhr im BBZ "lebensart" e.V. wird zu einer Weihnachtsplätzchen-Bäckerei eingeladen. Wer Lust und Laune dazu hat, bringe bitte entsprechende Zutaten, Aufbewahrungsbehälter u. ä. und falls vorhanden ein Lieblingsrezept mit.
Silvester-Party: Dienstag, 31. Dezember 2019, ab 20 Uhr
Wer noch nicht weiß, wo man das alte Jahr verabschieden und das neue Jahr 2020 begrüßen kann, ist zu Silvester ab 20 Uhr herzlich ins BBZ "lebensart" e.V. eingeladen. Für Getränke und einen kleinen Imbiss zum Selbstzahlen ist gesorgt, um Mitternacht gibt es gratis Sekt zum Anstoßen. Der Eintritt ist frei.

 

Wem gehört die Bühne?
Geschlechterverhältnisse in der Kunst- und Kulturbranche

Donnerstag, 12. Dezember 2019, 19:00 Uhr, Freie Spielstätte (Waisenhausring 2)
Vor 100 Jahren wurden Frauen endlich regulär an den deutschen Kunsthochschulen zugelassen. Doch selbst heute scheinen wir von der vollständigen Gleich­berechtigung der Geschlechter noch weit entfernt zu sein - auch in Kunst und Kultur: Über das Geschehen an deutschen Thea­tern entscheiden selten weibli­che Intendantinnen. Frauen sind in fast allen Bühnen, Film­ und Fernsehangeboten Deutschlands unterrepräsentiert. In Galerien und Museen hängen häufiger die Werke männlicher Künstler. Im Schauspiel und auch in der bildenden Kunst verdienen Frauen immer noch weniger Geld als ihre männlichen Kollegen. Wir wollen uns an diesem Abend austauschen über Gender-Pay- und Gender-Show-Gap in der Kunst-und Kulturszene.
Dazu begrüßen wir auf dem Podium Jeanne Bindernagel (Kulturstiftung des Bundes, ehem. Oper Halle), Philipp Amelungsen (Dramaturg für Musiktheater und Ballett an den Bühnen Halle), Grit Wendelberger (Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler), Jutta Jahn (Kunstwissenschaftlerin, Vorstand Dornrosa e.V.) und eine Vertreterin der Kulturwerkstatt Grüne Villa. Sie werden ihre Erfahrungsperspektiven aus Theater und bildender Kunst mit uns teilen und mit dem Publikum in Austausch treten.
Eine Veranstaltung von djversity! in Kooperation mit dem Fachzentrum des BBZ “lebensart” e.V. im Rahmen des zweiten Gleichstellungsaktionsplans der Stadt Halle (Saale).

 

Fachaustausch Schule mit guter Resonanz und vielen Anregungen

Am 7. November 2019 fand in Halle ein Fachaustausch „Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt an Schulen in Sachsen-Anhalt - Gegenwärtiger Stand und Perspektiven“ mit 40 Teilnehmenden statt, den das Fachzentrum für geschlechtlich-sexuelle Identität des BBZ „lebensart“ e.V. veranstaltete. Am Fachaustausch nahmen Mitarbeitende des Bildungsministeriums Sachsen-Anhalt, des Fachbereiches Bildung der Stadt Halle sowie vom LISA, Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen, der Landeselternrat, Mitarbeitende von Verbänden, eine Gruppe von Studierenden der Hochschule Magdeburg-Stendal und interessierte Einzelpersonen teil.
Einen ausführlichen Bericht gibt es hier.

 

Filmabend „Coming Out“ (DDR 1989) mit Vorgespräch über den Herbst 1989

Mittwoch, 13. November 2019, 20:00 Uhr, BBZ „lebensart“ e.V., Beesener Straße 6, Halle
Der Spielfilm „Coming Out“ (112 Minuten) erzählt die bewegende Geschichte um den jungen Lehrer Philipp, der seine Homosexualität anzunehmen beginnt und im Verlauf des Films so mach aufwühlende Erlebnisse macht. Umjubelte Premiere feierte der Film in Berlin genau an jenem Abend, an dem die Mauer fiel - am 9. November 1989.
Vor dem Film werden Evelyn Raudith und Ants Kiel, die damals beide queer-aktiv waren, von ihren Erinnerungen und Erlebnissen über die Zeit um den Mauerfall berichten. Wir laden alle Interessierten herzlich zu dieser spannenden Zeitreise ein.
Der Eintritt beträgt 1,50 Euro, ermäßigt 1 Euro. (Foto: DEFA-Stiftung)

 

Bildungsarbeit: Treffen für Mitarbeiter*innen und Interessierte

Dienstag, 19. November 2019, 19:00 Uhr im BBZ „lebensart“ e.V.
Beim Treffen am 19.11. geht es neben der Abstimmung und Vorbereitung von Bildungsveranstaltungen auch um Konzepte und neue Methoden.
Wenn du Lust und etwas Zeit hast, dich zusammen mit anderen jungen Menschen gegen LSBTIQ-Feindlichkeit zu engagieren und zwischen 16 und 26 Jahre alt bist, komm einfach zum Treffen vorbei. Wir suchen dringend weitere Ehrenamtliche in der Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt.
Wenn du als Einstieg lieber ein Einzelgespräch bevorzugst, melde dich bitte unter bildungsarbeit@bbz-lebensart.de bei Ants Kiel.

 

„homo sum“-Ausgabe 3/2019 ist online

In der neuen Ausgabe der „homo sum - Quartalsblatt für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt“ des BBZ „lebensart“ e.V. finden sich Artikel über den Auf- und Umbruch im Herbst 1989, Sexualität in der Pflege und die LeSBIT-Sendung, Beiträge aus den Gruppen Queer+Glauben und Polyamorie sowie Foto-Impressionen vom CSD 2019 in Halle. Abgerundet wird die „homo sum“ mit einem aktuellen Queer-Guide für Sachsen-Anhalt.
Die Druckausgabe wird in der 46. Kalenderwoche verteilt, online ist sie hier zu lesen.

 

Fachaustausch „Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt an Schulen in Sachsen-Anhalt - Gegenwärtiger Stand und Perspektiven“

Donnerstag, 7. November 2019, 14:00 bis 17:00 Uhr, Mit Handicap leben e.V., Merseburger Straße 97, 06112 Halle
Der kompakte Fachaustausch, den das Fachzentrum für geschlechtlich-sexuelle Identität des BBZ „lebensart“ e.V. veranstaltet, soll für Sachsen-Anhalt Rahmenvorgaben bewerten, die schulische Praxis untersuchen und Perspektiven formulieren. Neben Vorträgen von Heiko Hübner (Bildungsministerium Sachsen-Anhalt), Dr. Carolin Vierneisel (Universität Leipzig) und Ants Kiel (BBZ „lebensart“ e.V.) gibt es zwei Podiumsrunden zu schulischer Praxis und Handlungserfordernissen. --> Alle Informationen finden sich hier.
Der Veranstaltungsräume sind komplett barrierefrei. Anmeldung (keine Teilnahme-Kosten, Spende erbeten) bis 05.11.2019 unter E-Mail: bbz@bbz-lebensart.de

 

Werde ehrenamtlich in der Bildungsarbeit zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt aktiv!

Du hast Lust und etwas Zeit, dich zusammen mit anderen jungen Menschen gegen LSBTIQ-Feindlichkeit zu engagieren und bist zwischen 16 und 26 Jahre alt?
Komm zum offenen Treffen am Dienstag, 29. Oktober 2019, 18:00 Uhr ins BBZ „lebensart“ e.V., lerne uns kennen und erfahre mehr über unsere queere Bildungsarbeit an Schulen!

 

Artikel „Geschlechtliche Vielfalt in der Beratung und Bildungsarbeit. Ein Praxisbericht aus Sachsen-Anhalt“ im Buch des Psychosozial-Verlages erschienen

Im Juni 2019 ist ein von Trans-Inter-Aktiv in Mitteldeutschland e.V. herausgegebenes Buch „Empowerment und Selbstwirksamkeit von trans* und intergeschlechtlichen Menschen. Geschlechtliche Vielfalt (er)leben - Band II“ erschienen, für den unser Mitarbeiter Ants Kiel einen längeren Artikel beigesteuert hat. Sein Beitrag legt nach einer Einführung in geschlechtliche Vielfalt Themen dar, die bei unseren Beratungen im Mittelpunkt stehen. Zudem werden unsere Gruppen vorgestellt sowie die Profilierung der Beratungs- und Unterstützungsangebote erläutert. Im dritten Teil steht die Bildungsarbeit des BBZ „lebensart“ e.V. zu geschlechtlicher Vielfalt für verschiedene Zielgruppen im Fokus. Neben der Einführung in die Ziele und Rahmenbedingungen werden die Inhalte und Methoden sowie die Erfahrungen bei unseren Bildungsveranstaltungen dargelegt. Im Buchhandel ist der Band ab sofort für 19,90 Euro erwerbbar.

 

Emy Fem (Aktivistin und Sexarbeiterin aus Berlin) verstärkt Podiumsdiskussion „Prostituiertenschutzgesetz und Sexarbeit/Prostitution aus LSBTI-Perspektive“

Mittwoch, 3. Juli 2019, 17:00 Uhr im BBZ „lebensart“ e.V.
Auf der Veranstaltung wird zunächst das „Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen (Prostituiertenschutzgesetz - ProstSchG)“ vorgestellt und Einblicke in die Beratungspraxis der Gesundheitsämter gegeben.

Anschließend sollen die Auswirkungen des ProstSchG aus der Perspektive von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) in der Sexarbeit/Prostitution ergründet sowie über deren Situation informiert und diskutiert werden.

An der Podiumsrunde nehmen teil:
- Dipl.-Med. Annegret Muchow (Gesundheitsamt Saalekreis, Amtsärztin) und Annett Bräunlich-Andl (Gesundheitsamt Saalekreis, Medizinische Fachangestellte)
- Martin Thiele (AIDS-Hilfe Halle/Sachsen-Anhalt Süd e.V., Geschäftsführer und Referat Primärprävention MSM)
- Emy Fem (Berlin) und weitere LSBTI in der Sexarbeit/Prostitution (Interessierte melden sich bitte vertraulich unter: ants.kiel@bbz-lebensart.de).

Die Moderation übernimmt Ants Kiel (BBZ „lebensart“ e.V.). Die Teilnahme ist kostenfrei.


ICD-11 beschlossen:
Transgeschlechtlichkeit nicht mehr als psychische Störung klassifiziert

Die Weltgesundheitsorganisation hat am 25. Mai 2019 auf ihrer Weltgesundheitsversammlung in Genf (Schweiz) beschlossen, dass Transgeschlechtlichkeit künftig nicht mehr als psychische Störung eingestuft wird. Im neuen Kapitel „Zustände der sexuellen Gesundheit“ (Conditions related to sexual health) des Internationalen Krankheitenkatalogs (ICD: International Classification of Diseases) wird unter "Geschlechtliche Inkongruenz" (Gender Incongruence) die ausgeprägte und beständige Nichtübereinstimmung zwischen dem erlebten und dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht als die Gesundheit gefährdend eingeordnet.
Die volle Entpathologisierung gilt allerdings nur für Erwachsene. Zudem bleibt Intersexualität weiterhin auf der Liste der "Störungen der Geschlechtsentwicklung". Der ICD-11 wird im Januar 2022 weltweit in Kraft treten.  (https://icd.who.int/en/)

 

30 JAHRE KULT - Spektakel zum GAYschorre-Geburtstagsparty

Pfingstsonntag, 09. Juni 2019, 22 Uhr, Schorre Halle, Willy-Brandt-Str. 78, Halle
Das Jubiläum "30 JAHRE GAYschorre" ist der gebührende Anlass für eine besonders ausschweifende Party am Pfingstsonntag. Live auf der Bühne sind GROOVE COVERAGE, der weltweit erfolgreichste, noch aktive, deutsche Dance-Pop Act und seit 2002 nunmehr ununterbrochen, weltweit auf Tour. Weitere Specials bieten DJ Novus (Groove Coverage)/Mainfloor, DJ Dun Dee/Mainfloor, DJ Rocksoul/2. Dancefloor, Gogos & Candyhasen, Naschereien uvm.
Wir gratulieren Uwe Helm, dem GaySchorre-Organisator von Anbeginn (die erste Gay-Schorre-Disco war zu DDR-Zeiten am 4.6.1989) bis heute, zu diesem einmaligen Jubiläum und wünschen allen eine geile Geburtstagsparty!


Internationaler Tag gegen Homophobie, Interphobie und Transphobie - Motto 2019: Gerechtigkeit und Schutz für alle | Aktionstag am 17.5. in Halle

Der Arbeitskreis Queer Halle lädt alle Menschen anlässlich des „International Day against Homo-, Inter- and Transphobia“ (IDAHIT) zum Aktionstag am Freitag, den 17. Mai 2019 in Halle (Saale) ein.
Das weltweite Motto 2019 lautet: Justice & Protection FOR ALL (Gerechtigkeit und Schutz für alle). Auch in Halle (Saale) sollen bunte Zeichen für den Schutz sowie die Gleichstellung und Akzeptanz von Menschen verschiedener geschlechtlich-sexueller Identitäten, Körperlichkeiten sowie mit vielfältigen Lebens- und Familienformen gesetzt werden.

Ab 15.30 Uhr präsentieren sich die Mitglieder des AK Queer Halle am Leipziger Turm. Neben Informationen zur weltweiten Situation von LGBTIQ gibt es auch Mitmachaktionen.
Höhepunkt ist um 17.05 Uhr ein Regenbogenflashmob am Leipziger Turm, bei dem ganz viele Regenbogenfahnen von den Teilnehmenden umhängt oder geschwenkt werden.
Regenbogenfahnen können ab 15.30 Uhr gegen eine Spende erworben werden.

Für 19:00 Uhr lädt die Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt zum Film „Trans*BUT - Hassmorde an türkischen Trans*Frauen“ in das Puschkino (Kardinal-Albrecht-Straße 6) ein. Im Film geht es um die Fragen: Was heißt es als Trans*Person in der Türkei zu leben? Wie gehen Betroffene mit der täglichen Bedrohung und Gewalt um? Was bleibt an dem Ort, an dem ein Mord passierte?
Der Eintritt zum Dokumentarfilm zu Menschenrechten und Trans* in der Türkei ist frei.

Der Arbeitskreis Queer Halle ruft auf: Beteiligt euch am 17. Mai, bringt Regenbogenfahnen mit und zeigt Flagge für Gerechtigkeit und Schutz für alle!

16.04.2019

Zuwendungsbescheide für LSBTI-Landeskoordinierungsstellen übergeben

Die Justiz- und Gleichstellungsministerin des Landes Sachsen-Anhalt, Anne-Marie Keding, hat am 15. April 2019 das BBZ „lebensart“ e. V. in Halle (Saale) besucht. Im Mittelpunkt stand die Arbeit der neu eingerichteten Landeskoordinierungsstelle Sachsen-Anhalt Süd für LSBTI-Belange, für die Frau Keding den Zuwendungsbescheid übergab. Die Aufgaben der LKS Süd sind die Bildungsarbeit, Vernetzung, Fachinformationen, Fachberatung und Öffentlichkeitsarbeit. Die detaillierten Angaben finden sich hier. Nach dem Besuch im BBZ „lebensart“ e.V. fuhr die Ministerin nach Magdeburg zum LSVD Sachsen-Anhalt und Landeskoordinator Sachsen-Anhalt Nord, Mathias Herrmann. Auch dort wurde ein Zuwendungsbescheid übergeben.
Auf dem Bild: Hendrik Lange (Vorsitzender BBZ "lebensart" e.V.), Anne-Marie Keding (Landesministerin für Justiz und Gleichstellung), Ants Kiel (LKS Süd) - Foto: MJ LSA

 

17.03.2019

Unterstützung für Angehörige von erwachsenen Trans* Menschen

Bei unserer Trans*/Inter*-Gruppe haben sich auch Menschen gemeldet, die als Angehörige (vor allem als Partner*in) ganz nahe am Lebensalltag von transgeschlechtlichen Menschen dran sind. Da es auch für diese Menschen den Bedarf nach Gesprächen gibt, möchte Mandy (lebt mit einer Trans-Frau zusammen) zu anderen Kontakt aufnehmen. Der Austausch soll dazu dienen, sich gegenseitig zuzuhören und Unterstützung anzubieten. Dies kann im privaten Raum sein oder zukünftig auch in der Begegnungsstätte des BBZ „lebensart“ e.V.
Mandy schreibt über sich: „Ich bin Mutter eines 10-jährigen Jungen und Partnerin einer Trans*-Frau. Zudem befinden sich in meinem Freundes- und Bekanntenkreis Trans* Menschen, welche mein Leben auf ihre doch eigene, schöne Art sehr bereichern. Die Geschichten hinter den Menschen interessieren, berühren und bewegen mich. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, meine Hand helfend, als Zuhörerende und Gesprächspartnerin, anzubieten. Ich freue mich auf Eure (Ihre) Kontaktaufnahme.“
Wer wie Mandy ebenso Angehörige*r eines erwachsenen transgeschlechtlichen Menschen ist, kann sich gern bei ihr für Gespräche auf Augenhöhe melden.
E-Mail: transfreundefamilie-hallesaale@gmx.de

 

17.03.2019

Peer-Beratung für transgeschlechtliche Menschen in Halle (Saale) - Kooperationsangebot des BBZ „lebensart“ e.V. und TIAM e.V.

Seit Jahren sind das Beratungsangebot zu Transgeschlechtlichkeit beim BBZ „lebensart“ e.V. stark nachgefragt und die Trans*-Gruppe sehr gut besucht. Zusätzlich zu den bestehenden Angeboten gibt es beim BBZ „lebensart“ e.V. in Kooperation mit Trans-Inter-Aktiv in Mitteldeutschland (TIAM) e.V. ab sofort ein Peer-Beratungsangebot von Elna Maria Rackwitz.
Transgeschlechtliche Menschen können sich mit allen Fragen und Problemen per E-Mail (beratung-LSA@trans-inter-aktiv.org) an Elna wenden. Sie wird zeitnah den Ratsuchenden antworten.
Elna Maria Rackwitz (Koordinatorin der Trans*-Gruppe beim BBZ „lebensart“ e.V.) hat über Trans-Inter-Aktiv in Mitteldeutschland e.V. in der Akademie Waldschlösschen die Ausbildung als Peer-Trans*-Beraterin mit einem Zertifikat abgeschlossen. Sie verfügt über ausreichend Lebenserfahrung und hat sich in der Ausbildung bei TIAM e.V. vertieftes Wissen zu medizinisch-körperlichen, rechtlichen und psycho-sozialen Aspekten rund um Transgeschlechtlichkeit angeeignet. Zudem wurde sie für Beratungssituationen geschult.
Elna unterliegt der Schweigepflicht und orientiert sich an einem nicht-direktiven, systemischen Beratungsansatz. Darüber hinaus steht Elna auch für eine telefonische und persönliche Beratung nach Vereinbarung über E-Mail zur Verfügung.

30. Januar 2019

Ratgeber für inter- und transgeschlechtliche Menschen des LSVD: Änderung Personenstandsrecht nutzt auch trans* Menschen!?

„Entgegen den Intentionen des Gesetzgebers kann das 'Gesetz zur Änderung der in das Geburtenregister einzutragenden Angaben' auch transgeschlechtlichen Menschen zu Gute kommen." betont der LSVD-Bundesverband bei der Vorstellung seines Ratgebers. Das Gesetz ermöglicht es „Personen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung", ihren Geschlechtseintrag und auch ihren Vornamen zu ändern.
Nach Auffassung des LSVD kann es aber einen Weg geben, dass auch transgeschlechtliche Menschen dieses neue Gesetz nutzen und die vom Transsexuellengesetz geforderten aufwändigen Gutachten vermeiden:„Dafür benötigen sie eine ärztliche Bescheinigung über das Vorliegen einer 'Variante der Geschlechtsentwicklung'. Die Ärzt*innen brauchen diese Diagnose für das Verfahren nicht zu begründen. Demgemäß darf auch der Standesbeamte keine Erläuterung der Diagnose anfordern. Ihm kommt insoweit keine Kontrollfunktion zu. Die Verantwortung dafür, dass die Diagnose 'Variante der Geschlechtsentwicklung' zutrifft, tragen allein die Ärzt*innen.
Transgeschlechtliche Menschen können mit dieser Bescheinigung beim zuständigen Standesamt beantragen, dass ihre Vornamen und ihr Geschlecht im Geburtenregister so geändert werden, wie sie das wünschen." schreibt der LSVD und erklärt weiterhin: „Der Begriff 'Variante der Geschlechtsentwicklung' wird im Gesetz selbst nicht erläutert, sondern nur in der Gesetzesbegründung. Dort wird der Begriff auf Menschen mit inkongruenten Geschlechtschromosomen, Genitalen und Gonaden beschränkt.
Das widerspricht der Definition des Bundesverfassungsgerichts in seiner Entscheidung vom 10.10.2017 zur Eintragung intergeschlechtlicher Menschen in das Geburtenregister und in seinen mehrfachen Entscheidungen zum Transsexuellengesetz. Danach wird die Zugehörigkeit eines Menschen zu einem Geschlecht nicht allein von seinen körperlichen Geschlechtsmerkmalen bestimmt, sondern wesentlich auch von seiner selbstempfundenen Geschlechtlichkeit. (...) Die enge Definition in der Gesetzesbegründung würde transgeschlechtliche Menschen ausschließen; das ist verfassungswidrig."
Der ausführliche Ratgeber findet sich hier.
Artikel Manfred Bruns in STAZ    Rundschreiben BMI    Seite zum §45b PStG
 

30. Januar 2019

Schutz von LSBTQ im Internet - Leitfaden veröffentlicht

Die Internetplattform „vpnMentor" hat 2018 eine Umfrage durchgeführt und dabei 695 LSBTQ Leute auf der ganzen Welt über ihre Online-Erfahrungen befragt. Es gibt dabei größere Herausforderungen, mit denen sich LSBTQ beschäftigen (müssen):
- 73 Prozent aller Befragten in allen Kategorien von geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung wurden schon online angefeindet oder schikaniert,
- 50 Prozent aller Befragten in allen Kategorien von geschlechtlicher Identität und sexueller Orientierung wurden online schon sexuell belästigt,
- im Bereich geschlechtliche Identität fühlen sich Trans*-Frauen am wenigsten sicher und Cis-Männer am sichersten,
- Trans*-Frauen werden am wahrscheinlichsten gegen ihren Willen online geoutet und Cis-Männer am wenigsten wahrscheinlich.
Der Leitfaden soll Betroffenen dabei helfen, sich gegen diese Anfeindungen zu wehren und vor diesen zu schützen. Es werden konkrete Tipps und praktische Anweisungen für viele erdenkliche Situationen gegeben.
Der Link zum Leitfaden findet sich hier.
 

Jan 25, 2019

Spende für BBZ "lebensart" e.V. von den Stadtwerken Halle

Die Mitarbeitenden der Stadtwerke bewiesen in der Vorweihnachtszeit im Rahmen einer betrieblichen Weihnachtsfeier ein großes Herz und sammelten Spendengelder für das BBZ „lebensart" e.V. Am 24. Januar 2019 überreichte Matthias Lux, Vorsitzender Geschäftsführer der Stadtwerke Halle GmbH, dem Verein die Spende seiner Mitarbeiter*innen in Höhe von 930,60 Euro.
„Wir sind sehr überrascht und freuen uns sehr über die Spende der Stadtwerke-Mitarbeiter", sagt Günter Heine, stellvertretender Vorstandsvorsitzender. „Die Spende werden wir zum weiteren Ausbau der Begegnungsstätte und der Bibliothek verwenden, sowie zur Anschaffung von stabilen und qualitativ hochwertigen Zelten für Veranstaltungen." Günter Heine bedankt sich herzlich bei den Stadtwerke-Mitarbeiter*innen, die es möglich gemacht und das BBZ „lebensart" unterstützt haben. (Foto: Stadtwerke Halle)
 

Jan 7, 2019

Bilanz 2018 und Ausblick 2019 des BBZ "lebensart" e.V.

Unsere in Sachsen-Anhalt einzigartige Bildungsarbeit kann dank unermüdlicher Arbeit einen Rekord an Veranstaltungen vorweisen. Die Zahl der Projekttage und Tagesveranstaltungen ist stark angestiegen. 113 Veranstaltungen mit 1.863 Teilnehmenden wurden 2018 durchgeführt.
Beratungen, die im Gegensatz zu den Vorjahren nur von einer Fachkraft angeboten werden konnte, waren 2018 gut nachgefragt. Insgesamt wurden 86 Beratungen durchgeführt.
Unsere Gruppen boten 2018 eine Vielzahl an Treffen und Veranstaltungen an. Einen starken Zulauf haben derzeit die Jugendgruppe Queerulanten und die Gruppe für trans- und intergeschlechtliche Menschen.
Für 2019 haben wir uns neben den laufenden Aktivitäten einiges vorgenommen. Wir beteiligen uns an den Bildungswochen von „Halle gegen Rechts - Bündnis für Zivilcourage" und wollen weitere Fachveranstaltungen organisieren. Wir planen einen Fachaustausch „Geschlechtlich-sexuelle Vielfalt an den Schulen in Sachsen-Anhalt - Gegenwärtiger Stand und Perspektiven" in der zweiten Jahreshälfte.
Die gesamte Bilanz 2018 und Vorhaben 2019 finden sich hier.
 

Jan 7, 2019

"homo sum"-Ausgabe 4/2018 erschienen

In der neuen Ausgabe der „homo sum - Quartalsblatt für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt" des BBZ „lebensart" e.V. finden sich ein reich bebilderter Rückblick auf den CSD 2018 in Halle und Berichte aus den Gruppen. Abgerundet wird die „homo sum" mit einem aktuellen Queer-Guide für Sachsen-Anhalt.
Online ist sie hier zu lesen.
 

Dez 12, 2018

Start der Landeskoordinierungsstelle Süd beim BBZ "lebensart" e.V.

In der Koalitionsvereinsvereinbarung der Landesregierung von Sachsen-Anhalt ist die Einrichtung einer Landeskoordinierungsstelle zur LSBTI-Thematik vorgesehen. 2017 wurde vom zuständigen Ministerium für Justiz und Gleichstellung entschieden, dass je ein halbe Stelle in Magdeburg beim LSVD Sachsen-Anhalt und in Halle beim BBZ „lebensart" e.V. eingerichtet werden soll.
Nachdem wir vor einem Jahr den Antrag stellten, ist nun der Zuwendungsbescheid eingetroffen. Ab Dezember 2018 ist Ants Kiel (Diplom-Pädagoge) als Landeskoordinator Sachsen-Anhalt Süd beim BBZ „lebensart" e.V. angestellt. Seine Aufgaben sind die Bildungsarbeit, Vernetzung, Fachinformationen, Fachberatung und Öffentlichkeitsarbeit. Anfang 2019 erfolgen mit der Landeskoordinierungsstelle Nord und dem zuständigen Ministerium weitere Abstimmungen.
 
 
Nov 13, 2018

Neu: BZgA-Broschüren zu geschlechtlich-sexueller Vielfalt

Nachdem eine sehr hilfreiche Broschüre der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zu sexuellen Orientierungen bereits seit Jahren vergriffen war, gab die BZgA im Jahr 2018 nun mehrere neue Broschüren heraus, die sich explizit mit geschlechtlich-sexueller Vielfalt beschäftigen. Erschienen sind:
- Geschlechter: Mädchen? Junge? Oder? (in der Reihe „sex 'n' tipps")
- Wo die Liebe hinfällt (in der Reihe „sex 'n' tipps")
- Sexuelle Vielfalt und Coming-out. Ein Ratgeber für Jugendliche
- Sexuelle Vielfalt und Coming-out. Ein Ratgeber für Eltern
Die Broschüren sind kostenfrei über https://www.bzga.de/infomaterialien/ bestellbar.

 

30.06.2018

Auf Achse für Anerkennung und Akzeptanz geschlechtlich-sexueller Vielfalt

Ende Juni können wir nun etwas durchschnaufen: 66 Veranstaltungen vor allem an Schulen haben wir bislang 2018 durchgeführt. Das sind mehr als zum vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Projekttage fanden an Schulen in Halle, Merseburg, Leuna, Hettstedt, Köthen und Bitterfeld statt, im April kamen vier 8. Klassen einer halleschen Sekundarschule ins BBZ "lebensart" e.V.Gut nachgefragt sind auch unsere 90-Minuten-Workshops, die wir 2018 bislang in Halle, Gutenberg, Gröbers, Teutschenthal, Zöschen, Querfurt, Roitzsch, Wolfen und Magdeburg durchführten.
Einen Einblick in die Workshops gibt es hier.
 

Jun 26, 2018

Vorträge zu geschlechtlich-sexueller Vielfalt für Gruppen, Vereine, Institutionen und Parteien

Unser Mitarbeiter des Fachzentrums für geschlechtlich-sexuelle Identität, Ants Kiel (Dipl.-Päd.), bietet in Sachsen-Anhalt flexibel einsetzbare Vorträge an, die gern interaktiv gestaltet werden können. Technik (Beamer, Kabel, Laptop) wird komplett mitgebracht. Das Einsatzfeld der Vorträge ist breit: Für kleine und große Organisationen über Fachtage, Gliederungen von Parteien bis zu Einrichtungen der Altenhilfe.Themen-Angebote sind:
- Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt - Grundlagen, aktuelle Entwicklungen und gesellschaftspolitische Herausforderungen
- Geschlechtliche Vielfalt (Schwerpunkt: Inter- und Transgeschlechtlichkeit)
- Sexuelle Vielfalt (Schwerpunkt: Sexuelle Orientierung und nicht-heterosexuelle Lebensweisen)
- Bi- und Pansexualität - über das Begehren zwischen und jenseits der Pole Hetero- und Homosexualität
- Homosexualität und Gesellschaft in der DDR der 1970er und 1980er Jahre
- Queer-historischer Stadtrundgang durch Halle (DDR-Zeit bis zum CSD 1997)
Anfragen können über E-Mail (bildungsarbeit@bbz-lebensart.de) gestellt werden.
 
Jun 7, 2018

Nachlese zum IDAHIT 2018

Sendung des Offenen Kanals Merseburg-QuerfurtZum Internationalen Tag gegen Homo-, Inter- und Transphobie (IDAHIT) fanden nicht nur in Halle Veranstaltungen statt. Unser Mitarbeiter Ants Kiel (Dipl.-Päd.) nahm an einer Podiumsrunde beim Offenen Kanal Merseburg-Querfurt teil. Er gab Auskunft über die Situation nicht-heterosexueller sowie trans- und intergeschlechtlicher Menschen und gewährte einen Einblick in seine Arbeit als Fachberater und Bildungsarbeiter.
https://www.youtube.com/watch?v=CmmjpJrUEbE