Gay-Schorre nach 33 Jahren Geschichte

31 Mai, 2022

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In Halle geht am 31.05.2022 eine traditionsreiche Ära zu Ende:
Die Schorre hat am Standort Willy-Brandt-Straße für immer geschlossen. Damit schließt nicht nur ein beliebter Tanztempel (vorerst) seine Türen – auch ein seit 33 Jahre bestehender queerer Party-Ort ist damit leider Geschichte.
Am 04.06.1989 fand im damaligen Jugendklubhaus "Philipp Müller" die erste Gay-Disco statt - damals übrigens in Kooperation mit den Arbeitskreis Homosexualität bei der Evangelischen Stadtmission und dessen Nachfolger AK "LUST". Einer war als Party-Macher von Anbeginn immer mit dabei: Uwe Helm. Er sorgte auch dafür, dass die 1990 sehr rührige AG Toleranz (neben dem Arbeitskreis die Vorgänger-Organisation des BBZ "lebensart" e.V.) sich an einem großen Tisch zur Gay-Party versammeln konnte. Auch in den Jahrzehnten danach hat die Schorre u.a. den CSD in Halle unterstützt.
Seit Anbeginn 1989 war die Anzahl der queeren Party-Gäste enorm, die Leute kamen zum Teil von weit her. Am 14.05.2022 fand nun die letzte Gay-Schorre statt.
Ein großer Dank an Uwe Helm und das Schorre-Team für diese 33 Jahre – und toi toi toi für die ambitionierten Vorhaben an einem neuen Standort!


Aktuelles

Plakat & Flyer zur Unterstützung von LSBTI*-Jugendlichen

21 November, 2022

Plakat_queereJugendliche_2022

In einer 2., überarbeiteten Auflage sind heute das A2-Plakat und ein A6-Flyer zur Unterstützung von LSBTI*-Jugendlichen aus der Druckerei im BBZ "lebensart" e.V. eingetroffen. Diese sind zum Aufhängen und zur Auslage in Schulen sowie Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen in Sachsen-Anhalt erstellt wurden. Auf ihnen findet sich ein QR-Code mit einem Link zu queeren Jugendorganisationen und Gruppen sowie Beratungsangeboten und Engagement-Möglichkeiten. Plakat & Flyer können zu den Sprechzeiten oder nach Vereinbarung im BBZ "lebensart" abgeholt bzw. auf Anfrage (ants.kiel@bbz-lebensart.de) in Schulen und Einrichtungen in der Stadt Halle vorbei gebracht oder in Sachsen-Anhalt kostenfrei per Post (Plakat gefaltet) versendet werden.

Sichtbares Erinnern in Halle: Stolperstein für Kurt Koch

26 September, 2022

Erster Stolperstein in Halle für einen Mann, der als Homosexueller verfolgt wurde

Stolperstein Kurt Koch

Am letzten freiwilligen Wohnort vor Beginn der NS-Verfolgung (vor der Uhlandstraße 7, 06114 Halle) wurde am 25.09.2022 ein Stolperstein zur Würdigung von und zur Erinnerung an Kurt Koch durch den Künstler und Schöpfer der Stolpersteine, Gunter Demnig verlegt. Eine ausführliche Darstellung des Lebensweges von Kurt Koch findet sich hier. Der Forschungsbericht von Jürgen Wenke (Bochum) findet sich als PDF hier.

Kurt Koch, Jahrgang 1905, geboren in Halle an der Saale, dort auch Lebensmittelpunkt, Arbeiter; Verfolgung und Verurteilung 1939 wegen homosexueller Kontakte zu Gefängnisstrafe von 15 Monaten (§175), nach Verbüßung von der Kripo Halle am Heiligabend 1940 in Vorbeugehaft genommen; Anfang 1941 Deportation in das KZ Buchenwald, dort schwerste Zwangsarbeit im Steinbruch; September 1942 Deportation in das KZ Groß Rosen, dort Zwangsarbeit in Chemiewaffenfabrik zur Herstellung der Nervengase Sarin und Gabun; Anfang 1945 Weitertransport in das KZ Mittelbau bei Nordhausen, Verlegung in das Kranken- und Sterbelager Boelcke-Kaserne, "befreit", überlebte; Rückkehr nach Halle, keine Anerkennung als Opfer des Faschismus, Heirat 1951, ein Stiefsohn, Scheidung 1953, keine Kinder aus der Ehe, gestorben am 12. Januar 1976 in seiner Wohnung in Halle.

Awareness in Trendsport und Clubkultur: FLINTA*-Tag am 08.10.2022

26 September, 2022

Am Samstag, 08. Oktober 2022 laden der Trendsportring Halle (congrav new sports e.V.) und das feministische Kollektiv djversity! zum "FLINTA*-Tag - Awareness in Trendsport und Clubkultur" ein. Veranstaltungsort werden sowohl die zukünftige Trendsporthalle als auch das Charles Bronson sein (Berliner Straße 242/243, 06112 Halle).
Mit einem großen Workshop-Angebot werden FLINTA*-Personen einen niedrigschwelligen Zugang zu einer Vielzahl von Individual- und Trendsportarten in möglichst geschützten Räumen angeboten. Themenschwerpunkt des ersten FLINTA*-Tages ist Awareness. Was ist Awareness? Warum ist Awareness wichtig und was passiert, wenn Awareness in unserem Leben - auch in der Subkultur - fehlt. Eine Podiumsdiskussion wird sich mit Beiträgen aus Sport, Gesellschaft und Clubkultur dem Thema widmen.
Beim Get-Together, der After-Show-Party im Charles Bronson, werden ausschließlich FLINTA*-Artists hinter dem DJ-Pult stehen.
Alle Workshops sind ausschließlich für FLINTA*-Personen zugänglich. Sowohl die Podiumsdiskussion, als auch die After-Show-Party sind für alle Menschen zugänglich.
Infos zu Programm und Anmeldung finden sich hier: https://flinta-tag.djversity.de

Neue Flyer des BBZ "lebensart" e.V.

22 August, 2022

Flyer 2022

Kurz vor dem CSD sind neue Flyer des BBZ "lebensart" e.V. aus der Druckerei eingetroffen: ein Flyer zum Verein und Fachzentrum, ein Flyer zu Angeboten der Bildungsarbeit und Flyer der Gruppen.

Sie sind zu den Öffnungszeiten des BBZ "lebensart" e.V. und natürlich auf dem CSD erhältlich.

Im Einsatz bei der Ausbildung von Pflegefachkräften

8 Juli, 2022

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Am 08.07.2022 war Ants Kiel erneut in einer Ausbildungsklasse Pflegefachfrau/-mann (die binäre Bezeichnung ist ein Wermutstropfen im progressiven Landeslehrplan) der Christlichen Akademie für Gesundheits- und Pflegeberufe Halle im Einsatz. Zum Themenfeld "Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt & LSBTI* im Alter und in der Pflege" bietet er über die Fachstelle für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt (LKS Süd) beim BBZ "lebensart" e.V. ein Modul in der Aus- und Fortbildung für Pflegefachkräfte in Sachsen-Anhalt an. Die Resonanz ist gut, wie auch die Chronologie der bisherigen Veranstaltungen bei verschiedenen Trägern beweist: https://www.bbz-lebensart.de/CMS2021/index.php?page=lsbti-im-alter-und-der-pflege

 

Eckpunkte zum Selbstbestimmungsgesetz und Reaktionen von Verbänden

4 Juli, 2022

Am 30.06.2022 wurden gemeinsam vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie vom Bundesministerium der Justiz Eckpunkte zum Selbstbestimmungsgesetz vorgestellt. Hier finden sich der Wortlaut und Reaktionen von Verbänden:

Eckpunkte zum Selbstbestimmungsgesetz

Pressemitteilung des Bundesverbandes Trans*

Pressemitteilung des LSVD-Bundesverbandes

Pressemitteilung der dgti e.V.

Gay-Schorre nach 33 Jahren Geschichte

31 Mai, 2022

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In Halle geht am 31.05.2022 eine traditionsreiche Ära zu Ende:
Die Schorre hat am Standort Willy-Brandt-Straße für immer geschlossen. Damit schließt nicht nur ein beliebter Tanztempel (vorerst) seine Türen – auch ein seit 33 Jahre bestehender queerer Party-Ort ist damit leider Geschichte.
Am 04.06.1989 fand im damaligen Jugendklubhaus "Philipp Müller" die erste Gay-Disco statt - damals übrigens in Kooperation mit den Arbeitskreis Homosexualität bei der Evangelischen Stadtmission und dessen Nachfolger AK "LUST". Einer war als Party-Macher von Anbeginn immer mit dabei: Uwe Helm. Er sorgte auch dafür, dass die 1990 sehr rührige AG Toleranz (neben dem Arbeitskreis die Vorgänger-Organisation des BBZ "lebensart" e.V.) sich an einem großen Tisch zur Gay-Party versammeln konnte. Auch in den Jahrzehnten danach hat die Schorre u.a. den CSD in Halle unterstützt.
Seit Anbeginn 1989 war die Anzahl der queeren Party-Gäste enorm, die Leute kamen zum Teil von weit her. Am 14.05.2022 fand nun die letzte Gay-Schorre statt.
Ein großer Dank an Uwe Helm und das Schorre-Team für diese 33 Jahre – und toi toi toi für die ambitionierten Vorhaben an einem neuen Standort!

Rückblick IDAHOBIT 2022

20 Mai, 2022

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In mehreren Städten fanden in Sachsen-Anhalt zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie am 17. Mai Aktionen statt. Der Arbeitskreis Queer (unter Federführung des BBZ "lebensart" e.V.) lud in Halle (Saale) zur Aktion vor dem Ratshof ein. Danke an alle, die vor Ort waren und Zeichen gegen Abwertung und Diskriminierung gesetzt haben. Die Rede hielten Marie und Anne von der Jugendgruppe Queerulanten des BBZ "lebensart". Sie kann hier nachgelesen werden.

Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie

5 Mai, 2022

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Am 17. Mai 1990 beschloss die Generalversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. In vielen Ländern machen seit 2005 an jenem Tag zahlreiche Organisationen mit Aktionen und Veranstaltungen auf Homophobie, Diskriminierung und Menschenrechtsverletzungen aufmerksam und fordern Respekt für homo- und bisexuelle Menschen ein. In immer mehr Ländern und Städten wird am 17. Mai zudem die Diskriminierung und Benachteiligung von inter- und transgeschlechtlichen sowie nicht-binären Menschen thematisiert.

Der Arbeitskreis Queer Halle ruft für Dienstag, den 17. Mai 2022 in Halle (Saale) zur Teilnahme auf:

> 17:00 Uhr vor dem Ratshof: Ansprache zur Situation von LSBTIQ* in Osteuropa

> anschließend Bildung einer Menschenkette auf dem Markt und in der Leipziger Straße - verbunden durch Regenbogen- und andere Pride-Fahnen

Kommt am 17.05.2022, 17:00 Uhr zahlreich auf den Markt zum Ratshof.
Bringt Regenbogen- und andere Pride-Fahnen mit.
Zeigt Flagge für Vielfalt und Akzeptanz sowie gegen Diskriminierung und Abwertung von LSBTIQ*!

Informationen zum IDAHOBIT und AK Queer Halle

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