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Sichtbares Erinnern in Halle: Stolperstein für Kurt Koch

26 September, 2022

Erster Stolperstein in Halle für einen Mann, der als Homosexueller verfolgt wurde

Stolperstein Kurt Koch

Am letzten freiwilligen Wohnort vor Beginn der NS-Verfolgung (vor der Uhlandstraße 7, 06114 Halle) wurde am 25.09.2022 ein Stolperstein zur Würdigung von und zur Erinnerung an Kurt Koch durch den Künstler und Schöpfer der Stolpersteine, Gunter Demnig verlegt. Eine ausführliche Darstellung des Lebensweges von Kurt Koch findet sich hier. Der Forschungsbericht von Jürgen Wenke (Bochum) findet sich als PDF hier.

Kurt Koch, Jahrgang 1905, geboren in Halle an der Saale, dort auch Lebensmittelpunkt, Arbeiter; Verfolgung und Verurteilung 1939 wegen homosexueller Kontakte zu Gefängnisstrafe von 15 Monaten (§175), nach Verbüßung von der Kripo Halle am Heiligabend 1940 in Vorbeugehaft genommen; Anfang 1941 Deportation in das KZ Buchenwald, dort schwerste Zwangsarbeit im Steinbruch; September 1942 Deportation in das KZ Groß Rosen, dort Zwangsarbeit in Chemiewaffenfabrik zur Herstellung der Nervengase Sarin und Gabun; Anfang 1945 Weitertransport in das KZ Mittelbau bei Nordhausen, Verlegung in das Kranken- und Sterbelager Boelcke-Kaserne, "befreit", überlebte; Rückkehr nach Halle, keine Anerkennung als Opfer des Faschismus, Heirat 1951, ein Stiefsohn, Scheidung 1953, keine Kinder aus der Ehe, gestorben am 12. Januar 1976 in seiner Wohnung in Halle.


Aktuelles


8 Mai, 2023

Queer durch Halle (Saale) am 17. Mai 2023

Zum Internationalen Tag gegen Homosexuellen-, Bisexuellen-, Inter*- und Trans*feindlichkeit werden Organisationen, die im Arbeitskreis Queer Halle mitwirken, mit Informations- und Mitmach-Angeboten verteilt im Stadtzentrum präsent sein. Wir wollen öffentlich über unsere Beratungs-, Bildungs- und Unterstützungsangebote informieren, über geschlechtlich-sexuelle Vielfalt ins Gespräch kommen und für die Sichtbarkeit queerer bzw. queer-freundlicher Organisationen sorgen.

Der AK Queer Halle lädt Interessierte herzlich ein zur:
Informations- und Mitmach-Tour "Queer durch Halle (Saale)"
Mittwoch, 17. Mai 2023, 15:00 bis 18:00 Uhr

https://www.lialo.com/de/tour/103g
https://lialo.tours/103g

alle Informationen zum Internationalen Tag und der Aktion (PDF)

28 April, 2023

Am 26. April 2023 beschloss der Stadtrat von Halle (Saale) ein "Aktionsprogramm der Stadt Halle (Saale) zur Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt 2023-2026". Der Beschluss wurde mit großer Mehrheit der Stadträt*innen und Ratsfraktionen gefasst. Die CDU-Fraktion enthielt sich, die AfD-Faktion stimmte dagegen.

Hierzu erklärt Ants Kiel (Fachstelle für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt [LKS Süd] beim BBZ "lebensart" e.V.) für den Arbeitskreis Queer Halle:
Toleranz und Akzeptenz von Vielfalt sind keine Selbstläufer. Das Aktionsprogramm enthält konkrete Maßnahmen, um diese in der Breite der Stadtgesellschaft nachhaltig zu verankern. Die in Halle (Saale) wohnenden und arbeitenden Menschen sowie ihre Gäste sollen in einem aufgeklärten und geschlechtlich-sexuelle Vielfalt anerkennenden Klima leben, in dem Diskriminierungen und Gewalt geächtet sowie jeder Mensch ohne Angst verschieden sein kann.
Ab 2019 hatte der Arbeitskreis Queer einen eigenen Aktionsplan der Stadt Halle (Saale) erarbeitet. Unsere Vorlage fand in vielen Teilen Berücksichtigung im am 26.04.2023 vom Stadtrat beschlossenen Aktionsprogramm. Leider wurden Bedarfe nach einer bedarfsgerechten Förderung des BBZ "lebensart" e.V. als das queere Zentrum der Stadt und einer Beauftragen-Stelle für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt bei der Stadtverwaltung Halle nicht im Beschluss des Stadtrates berücksichtigt.
Der Arbeitskreis Queer Halle ist dennoch gern bereit, an der zügigen Umsetzung des Aktionsprogrammms mitzuwirken.
Erste Ansprechperson des Arbeitskreises Queer für die Stadtverwaltung und den Stadtrat sowie die Medien ist Ants Kiel (ants.kiel@bbz-lebensart.de).

7 März, 2023

Zum Tag der Asexualität findet am Donnerstag, 06.04.2023, 19:00 Uhr im BBZ "lebensart" e.V. (Beesener Straße 6, 06110 Halle) ein Informationsabend zum asexuellen Spektrum statt.

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Eingeladen sind alle Menschen, die sich für das Thema interessieren oder gerne mehr über die unsichtbare Orientierung lernen wollen ebenso wie Menschen, die sich selbst im asexuellen Spektrum verorten oder unsicher sind. Nach einem kurzen Input zur Frage, was das asexuelle Spektrum eigentlich ist und wie man rausfindet, ob man asexuell ist, gibt es eine offene Gesprächsrunde und Raum für Fragen.

Der Eintritt ist frei. Der Veranstaltungsraum ist barrierefrei. Die Toiletten sind nicht barrierefrei und für Rollstuhl-Fahrende nicht geeignet.

Bild-Quelle: https://www.pexels.com/@katierainbow/