Aktuelles

Fachkonferenz "Kinder- und Jugendhilfe & Schule verqueeren!" am 26./27.05.2021 in Halle

10 März, 2021

 Ein breites Träger-Bündnis unter Federführung der Akademie Waldschlösschen, des KgKJH Sachsen-Anhalt e.V. und TIAM e.V. hatte jährlich Fachkonferenzen in Magdeburg durchgeführt. 2021 wird zum ersten Mal Halle (Saale) Tagungsort sein. Die zweiteilige Konferenz in den Franckeschen Stiftungen soll Impulse geben, wie Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Schule und Schulsozialarbeit sich jungen LSBTI* öffnen und sie unterstützen können. Ziel ist es, Methoden und Handlungsstrategien aufzuzeigen, um Kinder- und Jugendarbeit, Schule und Schulsozialarbeit „queersensibler“ zu machen.
Das BBZ „lebensart“ e.V. ist Kooperationspartner der Konferenz und bietet tatkräftige Unterstützung sowie mehrere Workshops an.
Informationen und Anmeldung hier

Interessent*innen für Studie zu Diskriminierung von LSBTI* in Sachsen-Anhalt gesucht

2 März, 2021

Die Hochschule Merseburg führt in Kooperation mit dem Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt eine Studie zu unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen von LSBTI*-Personen in Sachsen-Anhalt und angrenzenden Bundesländer durch und sucht hierfür Interessent*innen für Interviews. Inter- und transgeschlechtliche Menschen werden hierbei besonders berücksichtigt und werden daher explizit um Unterstützung gebeten. Durch die Studie sollen sowohl gesellschaftliche und soziale Ursachen für erlebte Diskriminierung als auch die Wirksamkeit von Schutz- und Förderungsmaßnahmen eruiert werden.
Die Interviews finden online und unter Berücksichtigung entsprechender Datenschutzverordnungen statt. Die Teilnahme ist anonym, freiwillig und unentgeltlich. Bei Interesse oder weiteren Fragen bitte per E-Mail melden unter: sexuelle_bildung_leipzig@posteo.de

DIW Berlin stellt Ergebnisse zur Gesundheit vor: Geringere Chancen auf ein gesundes Leben für LSBTI*

12 Februar, 2021

Am 10.02.2021 wurden vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin Studienergebnisse zur Gesundheit von LSBTI* veröffentlicht. Für die Untersuchung wurden Daten des sozio-ökonomischen Panels (einer repräsentativen Befragung von Privathaushalten in Deutschland) und einer Online-Umfrage der Universität Bielefeld ausgewertet. Die Studienergebnisse fußen auf Angaben von mehr als 28.000 Erwachsenen im Jahr 2019, von denen sich rund 4.500 selbst als LSBTI* beschrieben.

In Deutschland sind LSBTI* zweieinhalb mal häufiger von Depressionen betroffen als cisgeschlechtliche, heterosexuelle Menschen. Der Anteil von LSBTI* mit Herzkrankheiten, Asthma und chronischen Rückenschmerzen ist weitaus höher als in der restlichen Bevölkerung, LSBTI* fühlen sich doppelt so oft einsam als die restliche Bevölkerung und 40 Prozent der trans* Menschen leiden unter Angststörungen. Nach aktuellem Stand der Forschung sind vor allem psycho-soziale Belastungen und Diskriminierungen Auslöser dieser Erkrankungen und Gesundheitsgefährdungen.

Das DIW zieht aus den Ergebnissen unter anderem folgendes Fazit:
„(...) Dazu sollte Homophobie und Transfeindlichkeit im Strafgesetzbuch deutlich als Hasskriminalität benannt und sanktioniert werden. So kann LGBTQI*-Menschen Schutz geboten und Angst genommen werden. Des Weiteren sollten Angebote innerhalb der LGBTQI*-Communities, wie Beratungsangebote, Angebote für Freizeitaktivitäten, queere Treffpunkte, kulturelle Programme und Sportvereine als sichere Orte, stärker gefördert werden, auch in kleineren Gemeinden. Langfristig sollten zudem deutliche Anstrengungen zu einer queeren Antidiskriminierungspolitik vorangetrieben werden. Dazu gehört, dass Initiativen zur Förderung gesellschaftlicher Akzeptanz von LGBTQI*-Menschen, wie Trainings, Workshops und Wissensportale an Schulen sowie in Unternehmen, nicht nur angeboten, sondern verbindlich vorgeschrieben werden.(...)“

Radiosendung und Podcast "Lesben in Vor-Wendezeit, Umbruch und den 1990er Jahren"

27 Januar, 2021

mit Elke Prinz (Radiomacherin "FrauenLeben", Publizistin), Moderation Dr. Hilmar Preuß
mp3.radiocorax.de/mp3/018_Lesbit/2021_01_27_1500_Ground_Zero_Lesben_zur_Wendezeit.mp3


Diskussionen z.B. nach den Filmvorführungen von UFERFRAUEN offenbarten, dass es in weiten Teilen der Gesellschaft erhebliche Wissenslücken in der Lesben-Geschichte gibt. Elke Prinz stellt deshalb Ergebnisse ihrer Recherchen vor. Sie fragt im Kontext des Umgangs mit der Homosexualität mit Fokussierung auf die Lesben: Wie stand es um die Selbstbestimmungsrechte von Lesben und Schwulen in der DDR (§175 und § 151 StGB-DDR)? Welche Kämpfe haben Lesben und Schwule zum Ende der DDR geführt? Welche Wege sind sie während der „Wende“ gegangen? Was hat sich in den Jahren nach dem Anschluss an die BRD verändert?
Gemeinsame Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen-Anhalt mit Radio Corax und BBZ "lebensart" e.V.

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